Bericht: Ein großer Tag für Wehlen

“Ein großer Tag für Wehlen”

(Trierischer Volksfreund vom 28. November 2007)

Jost Prüm, Eckhard Prüm und Ulf Hangert (von links) unterzeichnen die Vereinbarung. Die Wehlener Ortsvorsteherin Gertrud Weydert sieht es mit Freude. TV-Foto: Clemens Beckmann

WEHLEN. Am 22. September, und damit genau 200 Jahre nach der Geburt von Jodocus Prüm, feierten Mitglieder der weit verzweigten Familien-Dynastie den Geburtstag ihres Ahnen in Wehlen (der TV berichtete). Jodocus Prüm war ein sozialer Wohltäter. Dieses Engagement, das war schon im September klar, soll fortgesetzt werden.

Die Brüder Eckard und Jost Prüm, die von Wehlen auszogen, um in der Fremde Karriere zu machen, gründeten die Jodocus-Prüm-Bürgerstiftung und statteten sie mit einem Grundkapital von 50 000 Euro aus. Mit den Zinsen, die dieses Geld erbringt, sowie mit Spenden soll die alte Wehlener Kirche, in der Jodocus Prüm beerdigt ist und die zu einem Bürgerhaus umgestaltet wird, mit Leben erfüllt werden.

Da die beiden Prüms aber nur von Zeit zu Zeit in Wehlen sind, wird die Stiftung ein Dach finden: die Bürgerstiftung Bernkastel-Kues, die Ulf Hangert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, Ende 2005 ins Leben rief. Sie wird zum Dienstleister, über sie wird in Zukunft die Organisation der Jodocus-Prüm-Stiftung abgewickelt.

Die Brüder Prüm und Bürgermeister Hangert unterzeichneten entsprechende Vereinbarungen. “Das Kind läuft jetzt”, sagte Eckhard Prüm, nachdem die Tinte getrocknet war und die Vertragspartner mit einem Prüm-Sekt angestoßen hatten. An dem Stiftungszweck ändert sich nichts, das eingehende Geld bekommt die Stiftung, für die es bestimmt ist. Bürgermeister Ulf Hangert glaubt, dass beide Stiftungen voneinander profitieren werden.

“Wir sind dankbar, dass die Formalitäten für uns erledigt werden”, sagte Jost Prüm. Die Brüder betonten erneut, dass sie mit der Stiftung “etwas von dem zurückgeben wollen, was wir Wehlen und der Region verdanken”.

“Das ist ein großer Tag für Wehlen”, sagte die Wehlener Ortsvorsteherin Gertrud Weydert. Dem Stadtteil von Bernkastel-Kues stehe kein eigener Etat zu. In Zukunft komme der Ort nun aber in den Genuss von Mitteln, um die alte Schule zu unterstützen.

Für beide Stiftungen gilt: Sie sind für einen langen Zeitraum ausgelegt. Sogenannte Zustiftungen werden dem Stiftungskapital zugeschlagen. Die Zinserträge des Stiftungskapitals werden erst einmal im kleinen Rahmen bleiben. Deshalb gibt es auch die Möglichkeit, Geld zu spenden, denn Spenden können sofort verwendet werden.

Die Jodocus-Prüm-Stiftung besitzt ein Konto (Nummer 322 125 99) bei der Sparkasse Mittelmosel-Eifel-Mosel-Hunsrück (BLZ 587 512 30).

(Redakteur CLEMENS BECKMANN)

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